• dieangewandte_blog_fv

Innovation ist das zentrale Thema des Masterstudienprogramms Social Design der Universität für angewandte Kunst Wien, und eine entsprechend frische Umsetzung wählen die Studierenden für ihren Beitrag zur diesjährigen fair.versity Austria.

Die MessebesucherInnen erwartet in der exklusiven Ausstellung eine Erzählung, die von neuen Methoden, Strategien und Experimenten aus Wien, aus Österreich und dem „Rest“ der Welt berichtet, von wohl durchdachten Arbeiten, mutigen Projekten und präzisen Unternehmungen, erarbeitet und umgesetzt von Gruppen wie von „EinzelkämpferInnen“.

In Bildern, Filmen oder auch Texten zum Mitnehmen und vor allem in direkter Kommunikation mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern, die aus ganz unterschiedlichen Welten nach Wien gekommen sind, kann sich das Publikum auf das Thema einlassen, erfährt Neues und Unvermutetes.

Die ausgestellten Projekte zeigen – mit Lust und Ironie – dass Innovation, sprich: unerwartete Lösungen, außergewöhnliche Ergebnisse und unverbrauchte Zugänge dann entstehen, wenn unterschiedliche Disziplinen einander nicht nur begegnen, sondern sich auf produktive Auseinandersetzungen und Zusammenschlüsse einlassen. Zu sehen sein wird auch, dass Impulse zu Innovationen nicht selten von den Rändern einer sich ständig ändernden Gesellschaft ausgehen, dort wo etablierte Strukturen auf Einflüsse von außen treffen, dort, wo althergebrachte Muster nicht mehr greifen oder aber Absicherungen wohl für die einen nicht aber die anderen gelten.

Initiiert werden solche Prozesse nicht selten und auch nicht zufällig von einer jüngeren Generation, die gleichermaßen unvoreingenommen wie unbefangen über Möglichkeiten der Veränderung, der Korrektur, der Optimierung nachdenkt und auch nachdenken muss – bei allem gebotenen Respekt für Erreichtes.

Obwohl sich in vielen europäischen Ländern, nicht zuletzt in Österreich, immer noch die Freiheiten und Bequemlichkeiten einer Wohlstandsgesellschaft eröffnen, erleben gerade junge Menschen soziale Gerechtigkeit nicht als gegeben. Jede Möglichkeit gegen Diskriminierung aufzutreten wird nicht nur als Herausforderung für die persönliche Verantwortung gegenüber der eigenen Gesellschaft wahrgenommen. Ein innovativer Umgang mit Inhalten und Anlässen der Diversität führt zu neuen Sinnbildungen, stärkt Verantwortlichkeit und damit die Identifikation mit dem eigenen Handeln.

Gesellschaftliche Unterschiede nicht allein zu tolerieren, sondern als Produktivkraft zu erkennen ist ein gleichermaßen essentielles Thema der fair.versity Austria wie der von den Social Design Studierenden vorgestellten und vertretenen Inhalte.